Rogers

Seit ihrem letzten Album „Nichts zu verlieren“ ist viel passiert bei den Düsseldorfern: Die ROGERS haben lässig die Charts geknackt und sich auf unzähligen Konzerten viele neue Freunde erspielt – sei es auf der extrem erfolgreichen Headliner-Tour mit unvergesslichem Heimspiel im ausverkauften Düsseldorfer Zakk, als Support von solch unterschiedlichen Bands wie Bad Religion, Callejon und Jennifer Rostock oder bei denkwürdigen Festival-Abrissen auf dem Vainstream oder Deichbrand. Mit ihrem dritten Album „Augen auf“ etablieren sie sich endgültig als feste Größe in der deutschen Musiklandschaft.

„Meine Einflüsse sind vor allem frühe Epitaph-Bands wie Pennywise, The Offspring und Bad Religion. Die werden immer in meinem Herzen und somit ein Teil unserer Sounds sein“, betont Gitarrist Nico. In der Tat stehen neue Nummern wie „Nie Euer Land“, „Wohin“, „Tagesschau“ oder das Titelstück in genau dieser Tradition und strotzen nur so vor eingängigen Melodien und kräftig durchgetretenem Gaspedal. Doch damit nicht genug – die ROGERS haben ihr Spektrum signifikant erweitert, ohne sich dabei selbst zu verlieren. „Wir haben uns noch nie so frei gefühlt und ohne Zwänge einfach das gemacht, worauf wir Bock hatten“, grinst Nico. Folgerichtig gibt es viele neue Facetten zu entdecken: So knallt „Vorbei“ mit fröhlichem Ska-Flair aus der Boombox, „Einen Scheiß muss ich“ rotzrockt breitbeinig mit schnoddrigem NDW-Flair, und die sentimentale Ballade „Früher“ zeigt Mut zu überraschend leisen und Tönen ohne Kitschfaktor. Für Spannung sorgen zudem immer wieder die subtilen Metal-Schlenker von Drummer Dom, der gerne einen kleinen Break oder Fill einstreut. Passend zur kreativen Sturm-und-Drang-Phase erweiterten die ROGERS für „Augen auf“ ihr Studio-Team und arbeiteten neben ihrem Stammproduzenten Michael Czernicki zusätzlich mit Markus „Eki“ Schlichtherle (u.a. Callejon, Madsen) zusammen. Neben dem größeren musikalischen Spektrum begeistert das neue Album auch mit beachtenswerter kompositorischer Reife, exemplarisch für die enorme Entwicklung steht z.B. die melancholische Hymne „Helden sein (feat. Sebastian Madsen)“.

In der heutigen Zeit, in der viele Künstler bloß nirgendwo anecken möchten und sich am liebsten aalglatt unpolitisch geben, zeigen die ROGERS eine ganz wichtige Eigenschaft: Haltung! Ihre Texte nehmen kein Blatt vor den Mund und sprechen Themen wie Nationalismus, den Überwachungsstaat oder gesellschaftliche Missstände schonungslos an. Dabei kommen sie ohne Plattitüden aus und bringen geschickt andere Perspektiven ins Spiel – so z.B. bei „Unter Tränen“, das von Gesprächen mit den Großeltern als letzten noch lebenden Zeitzeugen des Dritten Reichs handelt. Die Jungs lassen übrigens nicht nur Worte, sondern auch Taten sprechen. Sie engagieren sich z.B. bei Sea Shepherd sowie in sozialen Projekten zur Integration von Flüchtlingen oder gegen Schwulenhass. Darüber hinaus finden sich natürlich auch persönliche Themen über sich verändernde Beziehungen oder schlicht Bock auf Party, die vom charismatischen Frontmann Chri mal hintergründig grübelnd, mal mit breitem Lausbubengrinsen und authentischem Straßencharme interpretiert werden.

Apropos Feierei: Der Erstauflage der CD liegt eine Bonus-Disk bei, deren Idee spontan bei einer Bandsause entstanden ist. Unter ihrem Party-Alter Ego ROBERTS wurden in bester Punkrock-Tradition Coverversionen von Hits wie „Es gibt kein Bier auf Hawaii“, „Wärst Du doch in Düsseldorf geblieben“ oder „Liebficken“ aufgenommen – natürlich als „One Takes“ und mit ordentlich Bier und Spaß dabei. Zudem darf man sich auf den einen oder anderen Gastauftritt von u.a. Monchi von Feine Sahne Fischfilet oder Wolfgang „Wölfi“ Wendland von den Kassierern auf dem Coveralbum freuen. Da heißt es „Augen auf“ und schnell sein!

Members
Chri (Guitar & lead-vocals)
Artur (Bass)
Simon (Drums)
Nico (Guitar)

Rogers
Augen auf
9/8/2017

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Discography

Rogers on tour